Neu­er Bei­trag von Peter Besche­rer in der Zeit­schrift Sozia­ler Fort­schritt

Zusam­men­fas­sung

Die reak­tio­nä­ren Bewe­gun­gen der Ver­gan­gen­heit ver­teu­fel­ten das ver­meint­lich sünd­haf­te, wur­zel­lo­se und dege­ne­rier­te Leben in der Groß­stadt und glo­ri­fi­zier­ten die Genüg­sam­keit und Frucht­bar­keit des ‚Bau­ern­stan­des‘. Zwar waren städ­ti­sche Räu­me immer auch der Ort rech­ter Hege­mo­nie­be­stre­bun­gen, die von der Monu­men­tal­ar­chi­tek­tur der Nazis bis hin zu den ‚natio­nal befrei­ten Zonen‘ der NPD reich­ten. Die Stadt war aber in der Regel nicht ihr The­ma. Mit der Kri­se der libe­ra­len Demo­kra­tie droht sich das Poli­tik­feld Stadt für die Rech­te zu öff­nen. Der Auf­satz illus­triert anhand der Woh­nungs­fra­ge und der Sicher­heits­po­li­tik, wie Stadt­ent­wick­lung eine popu­lis­ti­sche Lücke hin­ter­lässt, in die rech­te Par­tei­en und Bewe­gun­gen hin­ein­drän­gen (kön­nen). Anhand eines Falls aus der empi­ri­schen For­schung wird dar­über hin­aus dis­ku­tiert, wie sich poli­ti­sche Nach­fra­ge und rechts­po­pu­lis­ti­sches Ange­bot zuein­an­der ver­hal­ten.

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Neu­er Bei­trag von Peter Besche­rer, Gise­la Macken­roth und Luzia Sie­vi zur Woh­nungs­fra­ge im Dis­kurs der Rech­ten

Abs­tract: Die Kri­se der Wohn­raum­ver­sor­gung, ins­be­son­de­re in den wach­sen­den Groß­städ­ten, ist eine drän­gen­de sozi­al­po­li­ti­sche Fra­ge. Der Arti­kel dis­ku­tiert anhand einer Ana­ly­se rech­ter Medi­en und tages­po­li­ti­scher Bei­trä­ge der AfD in deut­schen Par­la­men­ten, wie die Neue Rech­te mit der gegen­wär­ti­gen Woh­nungs­fra­ge umgeht. Es wird auf­ge­zeigt, dass die Rech­ten sozi­al­po­li­ti­sche Fra­gen der Woh­nungs­po­li­tik mit einer ver­meint­li­chen Kri­se der Migra­ti­on ver­schal­ten. Von hier aus zeich­net sich als Grund­mo­tiv eine Kul­tu­ra­li­sie­rung ver­schie­de­ner Fra­gen des Woh­nens ab, vom Wohn­ei­gen­tum über die Nach­bar­schaft bis hin zu For­men der Stadt­ent­wick­lung. Mit die­sen Posi­tio­nen leis­ten rech­te Akteu­rIn­nen markt­li­be­ra­len Lösun­gen Vor­schub. Schließ­lich soll hier auf­ge­zeigt wer­den, wie in die­sen Argu­men­ta­ti­ons­li­ni­en Bedin­gun­gen einer zivil­ge­sell­schaft­li­chen Demo­kra­tie von den Rech­ten ange­grif­fen wer­den.

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Forum auf der Regio­nal­kon­fe­renz
der Deut­schen Gesell­schaft für
Sozio­lo­gie, 27.September 2019 | 10:30 bis 13 Uhr
Cam­pus Uni Jena, Hör­saal 8

Mit: Mar­git May­er (Bewe­gungs­for­sche­rin, Ber­lin)
Mat­thi­as Wein­zierl (Mit­in­itia­tor Bel­le­vue di Mona­co)
Tobi­as Ber­net (Leip­zig Stadt für alle)
Sand­ri­ne Woin­zeck (AmMa 65, Ber­lin)

Peter Besche­rer und Robert Feus­tel sind Mit­her­aus­ge­ber des druck­fri­schen Sub\urban-Hefts “Stadt von Rechts?” Ent­hal­ten sind vier Arti­kel und eine aus­führ­li­che Debat­te zur Fra­ge, ob und wenn ja wie mit Rech­ten zu for­schen sei. Außer­dem gibt es Maga­zin­bei­trä­ge und Rezen­sio­nen. Und das schöns­te ist: Das alles ist frei zugäng­lich, als HTML und PDF: zeitschrift-suburban.de

Die­se Fra­ge rich­te­te eine Tagung im Haus der Kul­tu­ren der Welt (Ber­lin) im Janu­ar 2019 nicht nur an das Design, son­dern auch an ande­re Ansatz­punk­te gesell­schaft­li­cher Gestal­tung, die das Bau­haus zusam­men­ge­dacht hat, wie Archi­tek­tur, Kunst und Bil­dung.
Gise­la Macken­roth dis­ku­tier­te im Aus­tausch von Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, Achi­tek­tur und Stadt­pla­nung gegen­wär­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen der Stadt­ent­wick­lung und Woh­nungs­po­li­tik:

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